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Problematik

Das individuelle Glück ist heutzutage mehr denn je zu einem zentralen Lebenswunsch geworden.

Dass Glück nicht von materiellen Dingen oder dem Bankkonto abhängt, ist hinlänglich bekannt. In den letzten 50 Jahren sind die Menschen – vor allem in den Industrieländern – trotz deutlich gestiegender Lebensstandards und Wohlstand nicht wesentlich glücklicher geworden. Es liegt in der Natur des Menschen sich an die guten Dinge im Leben – so auch an materielle Güter – zu gewöhnen. Haben wir uns auf einen gewissen Wohlstand oder Luxus eingestellt, pendelt sich unser Glücksniveau wieder auf den Normalzustand ein.

Dennoch gerät das Bewusstsein dafür, dass Geld nicht glücklich macht, oft außer acht. Die Überflussgesellschaft in der wir leben, bietet unzählige Varianten von Konsum und Erlebnis-Befriedigung, so dass Genügsamtkeit und Verzicht oft schwer fallen. Statt aus unserem Wohlstand Nutzen zu ziehen, in dem wir das Leben mit etwas mehr Muße und Gelassenheit angehen, führen wir ein Leben in Stress und Hektik, was nicht zum Wohlbefinden beiträgt.

Ein weiteres Problem ist der Trend zu aktivem »Streben nach Glück«, der aus den USA inzwischen auch in Deutschland angekommen ist. Unzählige Ratgeber, (Frauen-)Zeitschriften und eigens ausgebildete Glückstrainer versuchen bei dem Problem »Wie werde ich (dauerhaft) glücklich?« Abhilfe zu schaffen. Durch Erkenntnisse der Glücks- und vor allem der Hirnforschung ist es möglich, Glück nicht nur im Körper, sondern auch im Gehirn nachzuweisen. Auf solchen Erkenntnissen fußend setzen sich vor allem die Medien intensiver mit der »Machbarkeit von Glück« auseinander und verleiten viele Menschen dazu, dauerhaft gute Gefühle regelrecht erzwingen zu wollen.
 


© 2007 carolin lewecke // impressum